In einer weit entfernten Galaxie wurde ein außergewöhnlicher explodierender Stern entdeckt, und Astrofotografen beeilen sich, ihn festzuhalten, bevor er aus dem Blickfeld verschwindet.
Das Bild zeigt die Supernova SN 2026aaiv in der Galaxie NGC 7331. Es wurde mit einem 405mm Schmidt-Cassegrain Fernrohr mit der Brennweite 3280mm gemacht. Die Gesamtbelichtungszeit betrug 7,55h. Davon waren 6h fü
r die Gesamthelligkeit (L) und jeweils 30min für die Farben Rot, Grün und Blau.
Die Supernova mit der Bezeichnung SN 2026aaiv wurde erstmals am 1. September im Rahmen des ATLAS-Projekts in NGC 7331 (auch bekannt als Caldwell 30) entdeckt, einer Spiralgalaxie in etwa 45 Millionen Lichtjahren Entfernung im Sternbild Pegasus, die auf der Nordhalbkugel sowie in den mittleren Breiten der Südhalbkugel sichtbar ist.
Das macht diese Supernova zu einem bevorzugten Ziel für Amateur-Astrofotografen und Astronomen weltweit, die dieses seltene Ereignis fotografisch festhalten möchten.
Mit einer Helligkeit von 12,2 am 16. September 2026 ist SN 2026aaiv bereits die zweithellste Supernova dieses Jahres, wird aber immer noch heller. Sie können SN 2026aaiv mit relativ bescheidener Ausrüstung finden und fotografieren. Sie benötigen ein Teleskop oder ein großes Fernglas, um NGC 7331 (mit einer Helligkeit von 10) überhaupt sehen zu können, doch die Supernova ist visuell deutlich schwieriger zu erkennen. Um eine Chance zu haben, SN 2026aaiv zu sehen, wird ein großes Teleskop empfohlen (Beobachter haben bestätigt, dass sie sie mit einem 14-Zoll-Schmidt-Cassegrain-Teleskop gesehen haben). Wenden Sie die Technik des indirekten Sehens an: Schauen Sie leicht seitlich am Kern der Galaxie vorbei, damit die lichtempfindlicheren Stäbchenzellen des Auges schwache Details erkennen können.
Am einfachsten ist es, ein Smart-Teleskop zu verwenden, das die Wirtsgalaxie NGC 7331 schnell finden und abbilden kann.
SN 2026aaiv ist eine Supernova vom Typ Ia, eine katastrophale Explosion, die auftritt, wenn ein Weißer Zwerg in einem Doppelsternsystem genügend Material von seinem Begleiter erhält, um eine außer Kontrolle geratene thermonukleare Reaktion auszulösen, die den Weißen Zwerg zerstört. Bemerkenswerterweise wurde vor einem Jahr, am 14. Juli 2025 in derselben Galaxie eine weitere Supernova vom Typ Ia, SN 2025rbs, entdeckt. Diese Supernova war die Hellste des Jahres 2025.
NGC 7331 wurde erstmals 1784 vom deutsch-britischen Astronomen Wilhelm Herschel entdeckt, der über 2.500 Deep-Sky-Objekte katalogisierte und Uranus sowie dessen zwei größte Monde entdeckte. NGC 7331 ähnelt der Milchstraße in Größe, Form und Masse.



