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Willkommen bei der Johannes-Kepler-Sternwarte Weil der Stadt

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Polarlichter über Tromsö

01Polarlichter am 14.03.2023 von meiner Reise nach Tromsö,Nordnorwegen...
 
Anfang März 2026 ging es zum zweiten mal in die Gegend von Tromsö, genauer gesagt nach Ansnes in der Gemeinde Balsfjord, die nach ca.4h Flug von Deutschland zu erreichen ist. Mit fast 70° nördlicher Breite befindet man sich oberhalb des Polarkreises und direkt unterhalb des Polarlichtovals. Das Polarlichtoval ist ein ringförmiges Gebiet (ca. 60–75 Grad nördlicher Breite) um die geomagnetischen Dipolachsen, in dem fast jede Nacht Polarlichter beobachtet werden können.
Hier sind die Hauptbesonderheiten:
  • Hohe Frequenz und Intensität:In dieser Region können Polarlichter fast täglich während des Winters beobachtet werden. Sie treten bereits bei inimaler bis geringer geomagnetischer Aktivität auf.
  • Strukturvielfalt (Korona): Nur direkt unter dem Oval ist die Korona (oder Krone) zu sehen, bei der die Strahlen senkrecht über dem Beobachter zusammenlaufen und wie ein explodierendes Feuerwerk wirken. Zudem sind tanzende Bänder, Bögen und "Vorhänge", die den Himmel durchqueren, typisch.
  • Helligkeit: Die Lichter sind oft so intensiv, dass sie trotz nächtlicher Dunkelheit die Umgebung stark erhellen. Ihr grünes Licht erhellt sogar bei starker Bewölkung die dichte Wolkendecke.
  • Position am Himmel: Im Gegensatz zur Beobachtung aus mittleren Breiten (z. B. Deutschland), wo Polarlichter meist nur als schwacher rötlicher Schein am Nordhorizont erscheinen, stehen sie unter dem Oval oft direkt über dem Beobachter (Zenit) und sind praktisch in allen Himmelsrichtungen sichtbar.
  • Visuelle Wahrnehmung: Aufgrund der direkten Partikelanregung sind die Polarlichter oft nicht nur fotogen, sondern für das bloße Auge als graugrüne, sich bewegende Bänder erkennbar.
  • Farben:Sauerstoff erzeugt grünes Licht in etwa 100-150 km Höhe - die am häufigsten sichtbare Polarlichtfarbe. Stickstoff erzeugt blaues oder violettes Licht - typischerweise in tieferen Atmosphärenschichten unter 100 km.Rotes Licht wird in über 200 km Höhe auch von Sauerstoff erzeugt - deutlich seltener, da es eine sehr ruhige Atmosphäre benötigt. Auch Mischfarben sind möglich. So können grüne, rote, violette und blaue Bereiche ineinander übergehen und neue Farbtöne wie Rosa oder Gelb bilden.
Dokumentieren kann man Polarlichter selbstverständlich mit einem Fotoapparat mit manueller Einstellungsmöglichkeit und Stativ. Belichtungszeiten sind je nach Helligkeit zwischen 2-10s, ISO zwischen 800 und 3200. Am besten benutzt man ein Weitwinkelobjektiv mit 14-20mm Brennweite. Aber auch ein Smartphone mit guter Kamera und z.B.der App NightCap liefert super schöne Zeitraffer Aufnahmen. Auch hier ist ein Stativ nötig.

Jörg Dubiel

sternwarte plattform

Johannes-Kepler-Sternwarte
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