Rupes

 

Der Mond bietet eine große Anzahl von Objekten für eine ins Detail gehende Beobachtung. Hier ist es die 'Lange Wand', eine Verwerfung der in Mondoberfläche, wobei der Begriff 'Wand' nicht ganz zutreffend ist. Es ist aber ein 120 km langer, steil ansteigender (oder abfallender) Abhang.

Auf diesem Bild ist unten Osten (rechte Mondseite), die Sonne kommt von Osten, zunehmender Mond und Sonnenaufgang. Auf der linken Mondseite (oben) ist noch Nacht.

Bitte beachten: Beim Mond ist Westen und Osten nicht eindeutig definiert, es gibt zwei Versionen.

 

Seit 1961 gilt offiziell die astronautische Version: Dabei ist die Sonnenaufgangsseite wie bei uns auf der Erde der Osten (des Mondes). Für uns ist das insoweit ungewohnt, als die Ostseite des Mondes, also die rechte,  für uns im Westen liegt (von der Erde aus gesehen).

Früher galt die umgekehrte, astronomische Version:

Sie ist in Bezug auf die Situation von der Erde aus gesehen identisch. Die linke Mondseite steht im Osten, die rechte im Westen.

 

IC434

 

Er liegt dicht neben dem linken der drei markanten Gürtelsterne des Sternbilds Orion: Der berühmte Pferdekopfnebel. Seinen Namen verdankt er einer Wolke aus kaltem Staub, die zufällig der Silhouette eines Pferdekopfes ähnelt und vor einer rotleuchtenden Gaswolke ionisierten Wasserstoffs lagert.

 

 

 

Dieser Kugelsternhaufen steht im Sternbild Jagdhunde in rund 35 000 Lichtjahren Entfernung von uns. Er ist außerordentlich sternreich (R.Stoyan nennt eine Zahl von 500 Tsd. Sternen mit 800 Tsd. Sonnenmassen).

Auffällig ist auch die hohe Anzahl blauer Sterne, die in einem Kugelsternhaufen als einem Objekt aus der Anfangszeit unserer Galaxis eigentlich nicht zu erwarten sind.

Mehr hierzu unter M3-Details

 

 

Der erste Februar-Sonnenschein erforderte zwingend, unser neues Herschelprisma auszuprobieren. Bei zunächst schon wieder ganz leicht dunstigem und später dann fast klarem Himmel wurde visuell mit dem 25er Okular (später auch mit dem 19er Panavue) beobachtet. Es gab eine längere Gruppe von Sonnenflecken in Reihe zu sehen, dazu einen kleineren einzelnen Fleck.Unser Urteil: es macht wirklich Spass, damit zu arbeiten, man sieht eine Fülle feiner Details, vor allem auch den leicht ausgefransten Rand der Penumbra in bester Auflösung. Hier macht sich die Qualität des Starfire bemerkbar, die durch das offenbar wirklich hochwertige Herschel in keiner Weise beeinträchtigt wird. Die Granulation wird bereits visuell sichtbar, wobei wir noch keine kurzbrennweitigen Okulare eingesetzt hatten.

Natürlich musste auch ein Fotoversuch gemacht werden, wobei sich dann zeigte, dass über Mittag das Seeing nur mittel war, wenngleich nicht allzu schlecht. Von Bild zu Bild veränderte die Fleckengruppe doch Ihre Form deutlich, wurde mal breiter, mal wieder schmäler. Immerhin  waren unter den gut 60 Bildern des ersten Versuches doch einige,  die nach etwas Bearbeitung schon mal ganz ordentlich sind.

Die Belichtung betrug 1/500 s, am Herschel waren das ND3 und das Solarkontinuum montiert (mit dem schmalen Durchlass im grünen Bereich bei etwa 538 nm  mit einer HWB von 10 nm). Fotografisch ist zusätzlich besonders die Granulation deutlich zu erkennen, dazu allerlei weitere Einzelheiten wie kleine dunkle Flecke.

Hier drei Bilder, davon zwei Ausschnittvergrößerungen aus dem großen Bild, die beide kontrastverstärkt wurden. Zum Vergleich: Eine SDO-Aufnahme der Sonne mit vom gleichen Tag mit eingefügtem kleinen Ausschnitt unserer Aufnahme.

Fazit: Ein ganz anderer Eindruck von der Sonne im Vergleich zum Folienfilter!

Gottfried

 

SoFlecken-1 SoFlecken-2 SoFlecken-3 sonne 16022013