Beobachtung 2012 DA14 am 15. Februar 2013

Einen so dichten Vorbeiflug bekommt man nicht oft zu sehen, mit rund 27.000 km näher an der Erde als die geostationären Astra-Satelliten für den Fernsehempfang.

Leider wird das Wetter uns wohl  die Beobachtung vereiteln, aber darauf vorbereitet sollten wir dennoch sein. Wir werden an diesem Freitag die Sternwarte ab ca. 19:00 besetzen. Ich habe für unsere Sternwarte die Ephemeriden ab 19:00 Uhr berechnen lassen. Für einige Sterne, die dicht passierte werden, habe ich die Zeiten und ihre Positionen zusammengestellt und die Passagezeit für einige davon nochmals anhand der Ephemeriden sehr genau abgestimmt. Wir können dann jeweils ca. 1 Minute vorher das Teleskop entsprechend positionieren und warten, bis der Brocken für uns sichtbar wird. Beobachtet wird mit dem Starfire + Telekompressor + 40er Okular, was ein Bildfeld von ca. 100 ' liefert und eine Sichtbarkeit von über 2 Minuten am Okular ergibt (Bewegung 0.7 Grad in DE pro Minute  um 20:00 Uhr). Die RA bleibt nahezu unverändert, wie aus den Ephemeriden ersichtlich. Die Liste der Sterne ist begefügt.

Gottfried

Positionen ausgewählter Sterne, die der Asteroid zu bestimmten Zeiten passiert:

(SAO-Katalog, soweit nicht anders angegeben)

1 82211 20:15:20 RA: 12h 17m 02.160s  Dek: +23°52'04.246"
2 82219 20:23:15 RA: 12h 18m 12.009s Dek: +28°51'34.033"
3 62943 20:25 RA: 12h 19m 12.965s Dek: +30°10'16.636"
4 62928 20:30 RA: 12h 17m 11.503s Dek: +32°59'01.045"
5 3018:2757  GSC 20:50 RA: 12h 20m 54.483s  Dek: +37°49'27.001"
6 44155 20:49:30 RA: 12h 24m 27.539s Dek: +42°27'53.097"
7 44127 21:00 RA: 12h 20m 29.254s Dek: +48°54'21.332"
8 28389 21:12 RA: 12h 27m 29.546s Dek: +51°07'39.776"
9 28394 21:25:15 RA: 12h 28m 14.347s Dek: +55°38'04.657"
10 28408 21:40 RA: 12h 30m 42.852s Dek: +58°41'23.054"

M1-V1

 

Dieses Objekt ist der Rest eines Sternes, dessen Leben in Form einer Supernovaexplosion geendet hat. Die Explosion wurde im Jahr 1054 von chinesischen Astronomen beobachtet und die zugehörige Position am Himmel genau aufgezeichnet. Das Objekt soll sogar am Tage für eine Zeit von mehr als einer Woche sichtbar gewesen sein. 

1731 wurde der Nebel von Astronomen 'wiederentdeckt', aber erst 1921 wurde ein Zusammenhang mit der historischen Supernova von 1024 angenommen, und für eine Supernova  hielt man das überlieferte Ereignis inzwischen. 

Mehr unter M1-Details

Rosettennebel NGC2244 im Sternbild Einhorn

Der innere Bereich des Nebels mit dem jungen Sternhaufen im Zentrum. Der Nebel überdeckt insgesamt ein Vielfaches des hier abgebildeten  Teils.

 

 

 

Die Aufnahme zeigt besonders die Strukturen der Wassertoffansammlungen im roten H-alpha Licht  (656 nm).  Alternativ  hier das gleiche Bild, aber nur die Summe der drei H-alpha Aunahmen in schwarz-weiß, ohne die Clear- und RGB-Anteile. 

 

Ein klarer Januarhimmel (2012) reizte trotz Kälte dazu, im Anschluss an eine Schülerbeobachtung (12 waren gekommen) den Abend noch etwas auzudehnen und eine Aufnahme vom Pferdekopfnebel zu machen (Alberts Objektvorschlag). Bei minus 6 Grad in der Sternwarte konnte die Kamera dabei ohne Probleme auf minus 35 Grad heruntergekühlt werden, es wäre sogar noch mehr möglich gewesen, die Kühlleistung lag erst bei 50%. Das Ergebmis ist ein recht ordentliches Bild vom 'Horsehead Nebula', wesentlich detaillierter als wir es bisher hatten. Viele der sichtbaren Sterne sind kleiner als 16m. Links unterhalb des JKS-Logos ist gerade noch etwas vom Rand des sehr hellen Nebels NGC2023 zu sehen,  der im Gegensatz zum Emissionsnebel hinter dem Pferdekopf ein Reflexionsnebel ist.

(20.Januar 2012)