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Beobachtungen

Pferdekopfnebel

IC434

 

Er liegt dicht neben dem linken der drei markanten Gürtelsterne des Sternbilds Orion: Der berühmte Pferdekopfnebel. Seinen Namen verdankt er einer Wolke aus kaltem Staub, die zufällig der Silhouette eines Pferdekopfes ähnelt und vor einer rotleuchtenden Gaswolke ionisierten Wasserstoffs lagert.

 

 

Kugelsternhaufen M3

 

Dieser Kugelsternhaufen steht im Sternbild Jagdhunde in rund 35 000 Lichtjahren Entfernung von uns. Er ist außerordentlich sternreich (R.Stoyan nennt eine Zahl von 500 Tsd. Sternen mit 800 Tsd. Sonnenmassen).

Auffällig ist auch die hohe Anzahl blauer Sterne, die in einem Kugelsternhaufen als einem Objekt aus der Anfangszeit unserer Galaxis eigentlich nicht zu erwarten sind.

Mehr hierzu unter M3-Details

 

Erste Beobachtungen mit Herschel + Foto einer Fleckengruppe

 

Der erste Februar-Sonnenschein erforderte zwingend, unser neues Herschelprisma auszuprobieren. Bei zunächst schon wieder ganz leicht dunstigem und später dann fast klarem Himmel wurde visuell mit dem 25er Okular (später auch mit dem 19er Panavue) beobachtet. Es gab eine längere Gruppe von Sonnenflecken in Reihe zu sehen, dazu einen kleineren einzelnen Fleck.Unser Urteil: es macht wirklich Spass, damit zu arbeiten, man sieht eine Fülle feiner Details, vor allem auch den leicht ausgefransten Rand der Penumbra in bester Auflösung. Hier macht sich die Qualität des Starfire bemerkbar, die durch das offenbar wirklich hochwertige Herschel in keiner Weise beeinträchtigt wird. Die Granulation wird bereits visuell sichtbar, wobei wir noch keine kurzbrennweitigen Okulare eingesetzt hatten.

Natürlich musste auch ein Fotoversuch gemacht werden, wobei sich dann zeigte, dass über Mittag das Seeing nur mittel war, wenngleich nicht allzu schlecht. Von Bild zu Bild veränderte die Fleckengruppe doch Ihre Form deutlich, wurde mal breiter, mal wieder schmäler. Immerhin  waren unter den gut 60 Bildern des ersten Versuches doch einige,  die nach etwas Bearbeitung schon mal ganz ordentlich sind.

Die Belichtung betrug 1/500 s, am Herschel waren das ND3 und das Solarkontinuum montiert (mit dem schmalen Durchlass im grünen Bereich bei etwa 538 nm  mit einer HWB von 10 nm). Fotografisch ist zusätzlich besonders die Granulation deutlich zu erkennen, dazu allerlei weitere Einzelheiten wie kleine dunkle Flecke.

Hier drei Bilder, davon zwei Ausschnittvergrößerungen aus dem großen Bild, die beide kontrastverstärkt wurden. Zum Vergleich: Eine SDO-Aufnahme der Sonne mit vom gleichen Tag mit eingefügtem kleinen Ausschnitt unserer Aufnahme.

Fazit: Ein ganz anderer Eindruck von der Sonne im Vergleich zum Folienfilter!

Gottfried

 

SoFlecken-1 SoFlecken-2 SoFlecken-3 sonne 16022013

Crabnebel M1

M1-V1

 

Dieses Objekt ist der Rest eines Sternes, dessen Leben in Form einer Supernovaexplosion geendet hat. Die Explosion wurde im Jahr 1054 von chinesischen Astronomen beobachtet und die zugehörige Position am Himmel genau aufgezeichnet. Das Objekt soll sogar am Tage für eine Zeit von mehr als einer Woche sichtbar gewesen sein. 

1731 wurde der Nebel von Astronomen 'wiederentdeckt', aber erst 1921 wurde ein Zusammenhang mit der historischen Supernova von 1024 angenommen, und für eine Supernova  hielt man das überlieferte Ereignis inzwischen. 

Mehr unter M1-Details