Kopernikus

       Krater Kopernikus (links) + Eratosthenes   (Bild: G. Reimann, Johannes-Kepler-Sternwarte)

Am 19. März (Samstag) fand der bundesweite Astronomietag des Jahres 2016 statt. Der Titel der Veranstaltung war 'Faszination Mond'. Die Johannes-Kepler-Sternwarte in Weil der Stadt beteiligte sich wieder mit einem Programm bestehend aus Vortrag, Ausstellung und Beratung, wobei auch Beobachtung vorgesehen war, diese aber wegen bedeckten Himmels nicht stattfand.

Wir hatten eine erfolgreiche Veranstaltung. Ab 19:00 Uhr kamen bereits viele Besucher in den Kepler-Saal. Die von der Jugendgruppe vorgeführten Demonstrationen zum Verhalten der Schwerkraft auf dem Mond, der Kraterentstehung und weiteren Besonderheiten lockten die Zuschauer zu den Darbietungen.
Mehrere Interessenten ließen sich Tipps zu möglichen Teleskopanschaffungen geben, u.a. auch an Hand der im Saal extra dafür aufgestellten Instrumente.
Meteoriten, die teilweise sekundäre Ojekte waren, also von heftigen Einschlägen auf dem Mond von dort ins All geschleudert wurden und dann als Meteoriten zur Erde kamen, waren zu bewundern.
Es gab eine Ausstellung unserer Aufnahmen von Galaxien und weiterer 'Deep Sky'-Objekte, dazu eine Tafel mit mit ausgewählten Aufnahmen unterschiedlicher Regionen des Mondes.
Höhepunkt des  Abends war dann um 20:00 Uhr der Vortrag von Prof. Dr. Wilhelm Kley mit dem Thema 'Was bewegt der Mond?", zu dem sich rund 100 Zuhörer einfanden und der im Anschluss noch zu vielen Fragen anregte.

 

 pdf Das Programm zum Astronomietag 2016.pdf

Es war ein grandioses Schauspiel, das wir am 28. September bei einem besonders klaren, wolkenfreien Himmel beobachten konnten. Gleich nachdem wir um 3:30 wie geplant die Sternwarte öffneten, kamen unsere Mitglieder und trotz der frühen Uhrzeit auch erstaunlich viele weitere  Besucher, um das Ereignis zu beobachten.
Erst gegen Ende um 6:30 löste sich Gruppe dann wieder auf.

Hier zwei Bilder, eines zu Beginn des Austritts aus dem Kernschatten, das andere kurz vor dem Ende der Bedeckung durch den Erdschatten. Beide wurden mit unserem Starfire-Refraktor aufgenommen.

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Früh am Morgen des letzten Montags im September gibt es ein seltenes Himmelsschauspiel zu sehen,  die einzige für Mitteleuropa sichtbare Mondfinsternis in diesem Jahr. Man muß aber früh aufstehen, um noch einen Zipfel der Verfinsterung zu erspähen: Um 6:30 ist bereits alles vorbei. Wer noch den total im Erdschatten liegenden, nur schwach rötlich glimmenden Mond beobachten möchte, muß dies vor 5:30 tun. Für alle Frühaufsteher öffnen wir die Johannes-Kepler-Sternwarte bereits um 3:30, Totalitätsbeginn ist gegen 4:15.

Der Mond erscheint uns an diesem Morgen größer als sonst, da er auf seiner elliptischen Bahn der Erde wieder einmal besonders nahe kommt. Er sind dann nur 357 Tsd. km zu ihm, während er sich manchmal bis zu 406 Tsd. km von uns entfernt. Mit der Finsternis hat das aber nichts zu tun.

In der Johannes-Kepler-Sternwarte:

 

Fotografische Himmelsaufnahmen aus 100 Jahren  - im Brennpunkt von Forschung, Didaktik und Öffentlichkeitsarbeit.

 Dr. Michael Geffert, Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn

Das umfangreiche fotografische Material der Eifelsternwarte Hoher List umfasst rund 15.000 Fotoplatten, die von Bonner Astronomen im Laufe von 100 Jahren aufgenommen wurden. Die Fotos bilden heute den Grundstock der Sammlung Historischer Himmelsaufnahmen der Bonner Universität und ermöglichen Messungen zur Bewegung von Sternen oder lassen längerfristige Helligkeitsveränderungen erkennen. Neben den wissenschaftlichen Untersuchungen bieten sich auch interessante Projekte zur Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Im Schulunterricht kann mit authentischem Material aus der Profi-Astronomie die Auswertung von Beobachtungsdaten geübt werden.

In seinem Vortrag erläutert Dr. Geffert auch die Möglichkeiten zur Umwandlung der denkmalgeschützten Sternwarte in ein astronomisches Besucher- und Bildungszentrum.

Dieser Vortrag erfolgt gemeinsam mit dem Planetarium Stuttgart. Nach dem Vortrag bietet sich bei gutem Wetter die Gelegenheit zur Beobachtung mit dem Teleskop der Kepler-Sternwarte. Gesehen werden können dann unter anderem Jupiter,Mond und der nahezu in Oppositionsstellung befindliche Saturn.

Nutzen Sie die Reise nach Weil der Stadt für einen Besuch des Kepler-Museums, in der Keplergasse 2. Sonderöffnungszeit am 29. Mai: 10 - 12 Uhr und 14 - 19:30 Uhr

ORT: Johannes-Kepler-Gymnasium, Max-Caspar- Straße 47, 71263 Weil der Stadt

DATUM: 29. Mai 2015 um 20 Uhr

Eintritt: 4,- Euro (Mitglieder der Kepler-Gesellschaft, der Planetariumsgesellschaft und der Schwäbischen Sternwarte sind frei)

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